der Geschichte der Menschheit. 197
Schöpfer zwischen den verschiedensten Sinnen undTrieben, Kräften und Gliedern seines Geschöpfs ebenso wunderbar hat errichten wollen, als er Leib undSeele zusammcnfügte.
Wie sonderbar, daß ein bewegter Lufthauchdas einzige, wenigstens das beste Mittel unsrerGedanken und Empfindungen sein: sollte! Ohnesein unbegreifliches Band mit allen ihm so unglei-chen Handlungen unsrer Seele waren diese Hand-lungen ungeschehen, die feinen Zubereitungen unsresGehirns müßig, die ganze Anlage unsres Wesensunvollendet geblieben, wie die Beispiele der Men-schen , die unter die Thiere geriethen, zeigen. DieTaub - und Stummgebohrnen, ob sie gleich Jahrelang in einer Welt von Gebcrdcn und andernZdeenzeichen lebten, betrugen sich dennoch nur wieKinder oder wie menschliche Thiere. Nach der Ana-,logie dessen was sie sahen und nicht verstanden,handelten sie; einer eigentlichen Vcrnunftvcrbindungwaren sie durch allen Reichrhum des Gesichts nichtfähig worden. Ein Volk hat keine Idee, zu der eskein Wort hat: die lebhafteste Anschauung bleihtdunkles Gefühl, bis die Seele ein Merkmal findetund cs durchs Wort dem Gedächtnis,, der Rücker-inncrung, dem Verstände, ja endlich dem Verständeder Menschen, der Tradition einverleiheb: eine reineVernunft ohne Sprache ist auf Erden ein utopischesLand. Mit den Leidenschaften des Herzens, mitallen Neigungen der Gesellschaft ist es nicht anders.Rur die Sprache hat den Menschen menschlich ge-macht , indem sie die ungeheure Much, seiner Affectemin Damme cinschlvß und ihr durch Worte vernünf-tige Denkmahle setzte. Nicht die Leier Amp.hions hat?