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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 7

und platt, weil die Natur, die nur in der Mäßi-gung und Milte zwischen zwey Extremen sch ön wir-ket, hier noch kein sanftes Oval runden, und inson-derheit die Zierde des Gesichts, und, wenn ich sosagen darf, den Balkcn der Wage, die Nase, nochnicht hervor treten lassen konnte. Da die Backendie größere Breite des Gesichts einnahmen, so wardder Mund klein und rund: die Haare blieben sträu-big, weil, weiche und seidene Haare zu bilden, esan feinem, empocgetriebcnen Safte fehlte: das

Auge blieb unbeseelt. Gleicher Gestalt formten sichstacke Schultern und breite Glieder, der Leib wardblutreich und fleischig; nur Hände und Füße bliebenklein und zart, gleichsam die Sprossen und äußer-sten Theile der Bildung. Wie die äußere Gestalt,so verhält sich auch von innen die Reizbarkeit undOekonomie der Safte. Das Blut fließt träger, unddas Herz schlagt matter; daher hier der schwächereGeschlechtstrieb, dessen Reitze mit der zunehmendenWarme anderer Länder so ungeheuer wachsen. Spaterwachet derselbe: die Unverheiratheten leben züchtig,und die Weiber müssen zur beschwerlichen Ehe fastgezwungen werden. Sie gebären weniger, so daßsie die vielgebärenden lüstern Europäer mit denHunden vergleichen: in ihrer Ehe, so wie in ihrerganzen Lebensart, herrscht eine stille Sittsamkeit,ein zähes Einhalten der Affecten. Unfühlbar fürjene Neigungen, mit denen ein wärmres Klimaauch flüchtigere Lebensgeister bildet, leben und ster-ben sie still und vertraglich, gleichgültig-vergnügtund nur aus Nothdurft thätig. Der Vater erziehtseinen Sohn mit und zu jener gefaßten Gleichgültig-keit, die sie für die Tugend und Glückseligkeit des