Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

6

Ideen zur Philosophie

gehende Granit viel weiter hinauf zu erstrecke», alser's bcpm Südpole thun konnte, so wie überhauptdem größten Thcile nach die bcwcbnbme Erde aufdem nördlichen Hemisphäc ruhet. Und da daS Mecrder erste Wohnplatz der Lebendigen war: so kann

man das nördliche Meer mit der großen Fülle seinerBewohner noch jetzt als eine Gebärmutter des Le-bens und die Ufer desselben als den Rand betrach-ten, auf dem sich in Moosen, Jnsccken und Wür-mern die Organisation der Erdgcschöpfe anfangc.Secvöge! begrüßen daS Land, das noch weniges ei-genes Gefieder nähret: Mccrthicre und Amphibien

kriechen hervor, um sich am seltnen Strahl derländlichen Sonne zu wärmen. Mitten im regstenGetümmel des Wassers zeigt sich gleichsam die Grauzeder lebendigen Erdeschöpfung.

Und wie hat sich die Organisation des Men-schen auf dieser Kränze erhalten? Alles, was dieKälte an ihm thun konnte, war, daß sic seinenKörper etwas zusammen drückte, und den Umlaufseines Bluts gleichsam verengte. Der Grönländerbleibt meistens unter fünf Fuß, und die Eskimvh's,seine Brüder, werden kleiner, je weiter nach Nor-den sie wohnen *). Da aber die Lebenskraft von in-nen heraus wirkt: so ersetzte sie ihm an warmerund zäher Dichtigkeit, was sie ihm an empor stre-bender Länge nicht geben konnte. Sein Kopf wardim Verhaltniß des Körpers groß, das Gesicht breit

*) Cranz, Ellis, Egede, Roger CurtisNachricht von der Küste^Labradrr u. f.