nicht immer offen stehn, was wohl bewacht werdenmuß, damit sich nicht Liebe und Räuber hineinsteh-len. Der Verstand aber ist und bleibt die Haupt-pforte.
Die Knaben hatten ihr- Ehren - und Triumphs-pfocte fertig.
Vater. Eine schöne Pforte! Aber nun, sehetihr nicht, was da fehlt?
Knaben. Nein, Vater.
Vater. Sehet ihr nicht, es ist und bleibteine nackte, kalte Pforte. Wo wollt ihr die Frem-den hinlvgiren, wenns auch die edelsten waren ? Indie Thorschreibcrbude? Ihr seht also, ihr brauchtdas Herz, wie das Herz euch braucht. Der kalteVerstand ist nur Pforte, das Herz ist Woh-nung.
Töchter. Triumph! Triumph! und unserThürchcn wird geöffnet. Im Herzen wehnt sich« sowarm, so lieblich — Nur wir brauchen doch nichtalles aufzunchmen, was durch jenes Windthorkommt?
Vater. Bepleibe nicht! da würde euer Käm-merchen bald viel zu klein sepn. Nehmt auf, waseuch das Beste, das Lieblichste dünkt, was ihr kennt,Mit dem ihr freundschaftlich und vertraut sepd; dasübrige behilft sich auf den Straßen. Eure Woh-nung muß ein kleines Hciligthum bleiben. ^
Töchter. Und über diese Auswahl hat derVerstand nicht zu kommandiren?