II. Dichtungen.
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sobald sich die Seite des Gegenstandes verändert undgerade in diesem Herzen andre, oft entgegengesetzte,Empfindungen erreget. Endlich den Eindruck, dendie Sprache des Herzens auf andre macht, könntihr gar nicht für euch anführen, denn oft geschiehtder Eindruck blos durch Ucbcrtäubung, und verändertsich eben so schnell, wie sich die Sache selbst wendet.Also redet noch nicht von den Wirkungen, sondernvon dem, was da wirkt: nicht von den Empfindun-gen des Herzens, sondern von dem, was daS Herzempfinden macht; ob in ihm Wahrheit und Dauercy? Ists darin, so werden die Empfindungen desHerzens immer folgen.
Da sind wir, ricfen die Knaben, auf dem rech-ten Wege, "und dies, was die Wirkung macht, dennallein der Verstand prüfe». Das Herz übertaubr undkann also nie über die Wahrheit Einer Sache inder Welt sichern. Es gibt oder nimmt zuviel, undkann also nichts klar und deutlich geben oder nehmen.Es schwebt immer im Dunkeln, geht in der Irreeucher; der Verstand allein gibt Licht und Wahrheit.Der theilt die Gegenstände und wendet sie von Seitezu Seite. Er leuchtet mit dem Lichtstrahl, und willnicht mit der Fackel zünden. Ec sicht, wohin ergreift und tastet von allen Seiten, weiß also auch,was ec hat und empfangt. Wenn er langsam geht,geht er sicher; und wenn er seine Schätze zuzähltund nicht in einer Ueberschwemmung zurcgnet, sosind sie auch dafür lichte Goldkörner: sie dauren.Das Wasser der Herzensüberschwcmmung verlaustwie ein Schneeguß vcn den Gebirgcn.