II. Dichtungen.
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ihrer beyder Eindrücke und Empfindungen wahr undewig. Endlich sucht sie beyde, so viel möglich, zugesellen, denn Gott gab sie euch ja in Eine Mensch-heit: den Verstand in den Kopf, das Herz in dieBrust. Also laßt euer Licht leuchten vor den Leu-ten, oben; und euer Lämpchen rein brennen in derMitte eures Viesens. Das Herz muß nicht ohneKopf gallopircn und euer Kopf nicht ohne Brust undHerz eine kalte, steinerne Büste werden: so werdensich mit der Zeit beyde zusammensinden und vereini-gen , und ihr werdet durch beyde glücklich werden;ohne das wirds immer mit euch verdorben Werkbleiben. —
Was habt ihr da gemacht? Köpft?— WarumKöpfe? habt ihr je Köpft ohne Rumpf wandeln ge-sehen? Und ihr, was habt ihr? geflügelte Herzchen?Nun denn, welche Kinder ihr seyd! sähet ihr je bren-nende Herzchen fliegen? und daß ihnen der körperlo-se Flug wohl bekommen wäre? Mahlt doch wenig-stens ins Herz ein Auge herein, so habe ich nichtsgegen eure Symbolik. „Vater! schrien die Mäd-chen, das bedeuten schon die Flammen und die Flü-gel: wo's brennt und fliegt, da bedarf man keinAuge, da ist das Auge schädlich." Glaubts nicht,kleine Thörinnen, ein fliegendes Herz ohne Augefliegt überall an, wird allenthalben gespießt und ver-wundet. Ein immer brennendes Herz brennt sichaus. — „Aber, Vater, ein Herz, das ganz Auge ist,ist auch zu delikat und kann nirgend ruhen. Wo cshinkommt, siehts zu genau, zu nah und will immerweitet. "
Der Vater. Ich sage euch nicht, daß eure Herz-chen ganz Auge seyn sollen, nur sollen sie Augen