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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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51. Dichtungen.

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all und brennten ewig. Als sie sich, wie leicht zuerachten war, nach langen Repliken nicht vereinigenkonnten, gingen sie ihren Vater an, der, eine dop-pelte Schlafmütze auf seinem greisen Haupte, zwi-schen iimen seine Pfeife rauchte und an etwas an-ders dachte. Er wachte wie aus dem Traume auf,da ihm von feinen Knaben und Mädchen die Fragevorgelegt ward:

welche Eindrücke oder Empfindungen wahrerund daurender sind? ob die des Verstandesoder des Herzens?"

,,Eindrücke und Empfindungen?" Er schobdie Schlafmützen zu beydcn Seiten.Wahrerund daurender?" Er schob sie nochmals herumund rückwärts.D es Verstandes oder desHerzens?" Er nahm sie beyde ab, legte sic aufden Tisch, klopfte die Pfeife aus und sprach: dasmeine Kinder, ist eine schwere Frage. Ich möchtewissen, wie ihr auf die kommt?

Sie sagten einhellig, daß es zugleich eine sehrwichtige Frage ssey, maßen sie zu ihrer ganzen Bil-dung und Lebensführung die Form und den Grund-riß gebe. Sie müßten genau wissen, wie sich Ver-stand und Herz zu einander verhalte? wo jedes lo-gire und was es beherbergen könne? wie bequemund dauernd die Herberge fey? u. s. f.

Wenn nichts weiter ist, sagte der Alte, undsetzte seine beyden Mützen wieder auf, so ist die Sacheleicht entschieden. Braucht bepde recht, meine Kin-der, wie und wozu sie euch Gott gegeben. Bringtvor den Verstand, was vor ihn gehört und vor euerHerz desgleichen. Sucht mit jenem richtig zu den-ken, mit diesem treu und rein zu empfinden: so sind