II. Dichtungen.
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machte ihn sich dadurch zum unversöhnlichen Feinde.Bald trat eine Ketzerklaqe gegen Abälard aus dessenlangst geschriebenen Schriften auf; ein Conciliumward zusammenberufen, Abälard vorgefordert, ver-dammt, und wiewohl der Papst auf seine Erklärungdie Sache niederschlug, und man ihm sonach nichtsanhaben konnte: so war einmal doch des Ketzer-Ma-kel auf ihn geworfen. Bitter und vcrdrußvoll zoger sich ins Kloster Clugni, wo ihn der ehrwürdigeAbt, Petrus Venerabilis, wie ein Engel und Pa-triarch aufnahm. Hier verlebte er seine letzten Jahreruhig und fromm, aber übcrdrüßig des Lebens; ererkrankte; um bessere Luft zu genießen, wurde ernach St. Marcell gebracht, wo er — starb *). Trau-riger Lebenslauf! Der Unglückliche war zu schwach,die harten Schicksale, die ihn eines JugendfchlerSwegen trafen, zu ertragen; er unterlag ihnen.
Sobald Eloise seinen Tod erfuhr, (der cbrwür-dige Abt meldete ihn ihr selbst cbrerbictig) meldetesie den alten Wunsch Abalards, im Paraklet zu ru-hen. Er ward ihr gewähret; zur Nachtzeit begleiteteihn Peter, der Ehrwürdige, selbst dahin, und ver-richtete selbst die Epequien mit gerührtem und rüh-rendem Andenken. Auf Bitte der Eloise fertigte ecein Absolutorium des Verstorbenen aus, das mitgroßen schönen Buchstaben geschrieben über sein Grabgehängt ward. Zwanzig Jahre überlebte ihn Eloise,verehret und geliebt, ein Muster ihres Standes. Siestarb ii63. den siebcnzehnten May an einem Sonn-tage. Neben Abälard ward sie begraben.
*) Im Jahre 11 H 2 . den rr, April.