geben wußten, waren verschwenderisch, zudringlichim Geben. Dein also, ganz dein ist diese neue
Pflanzung." Die Vorsehung selbst, die von fern-her vorbereitet, schien sich in den traurigen Romandieser Liebenden zu mischen, um durch die HändeAbalards Eloisen in diesem Thale eine Zuflucht zubereiten, an welche damals weder er noch sie dachte.Kaum wußten sie von einander.
Bald verließ Abälard die Einöde, von denMönchen zu St. Gildas gelockt, die ihn zum Abtwählten. Bald mußte es sich auch fügen, daß derAbt S üg er, (damals der Allgewaltige in Frankreich)seine Ansprüche auf das Kloster Argentcuil gel-tend machte, in welchem Eloise als Priorin lebte.Er zog cs zur Abtey St. Denis; sie mit den Schwe-stern mußte wandern. Jetzt kam Paraklet ihr zuHülfe; das leerstehende Heiligthum ward ihre Zu-flucht, und gewiß waren es die leichtesten Tage inder dunkeln Hälfte von Abälards Leben, da er sieeinführen, da er ihr, seiner Gattin, Alles übergebenkonnte. Nun hatte er doch Etwas für sie thunkönnen; sie wurde Aebtifsin des neuen Klosters. Erbesuchte cs von St. Gildas zuweilen und half eseinrichten, bis ihn auch von da aus das Schicksalforttrieb. Die boshafte Widerspenstigkeit seinerMönche ward ihm unerträglich; er floh zu einemFreunde in Bretagne und schrieb die Trauerge-schichte seines Lebens: Historra c-rlainitu-
tum.
Paraklet indcß blühte unter Eloisen zu einemThal der Sittsamkeit und Andacht, der Tugend undselbst weiblicher Gelehrsamkeit auf. Mehr als Eloi-scns berühmter Name wirkte ihr edlesBetragen; der