n. Dichtungen, 229
Weisen wohneten sie und übten das Gebeimnißjeder ihrer Künste; Z u sa m m e n st i m m u n g undW 0 hl 0 rdnung in Reiz und A n m u t h. DeSTräumenden Seele hörte in Allein Einen Klang,den Hymnus der Schöpfung,
Die beydcn Dichter geleiteten mich, wie einstVirgil und Statius den träumenden Dante,weiter. Ich kam in einen großen Garten, woLinnss, wie Orpheus, stand und zahlte und nannteGattungen und Geschlechter, die Büfson beschrieb.Aus allen Landern E u r 0 pa' s waren treffliche Män-ner mit ihnen; neben dem heroischen Camper stan-den unsre Förster. Allenthalben sähe ich Gesetzeder Natur, hohe Ordnung. „Ach, sprach ich, lau-ter zerstreuete Schönheiten! Abdrücke des Urbilds;aber wo ist das Urbild selbst? Kaliigenia zusuchen, bin ich hier; ich erfreue mich an Abflüssen,wo ist die Quelle? "
Plötzlich setzte mich der Traum auf die Höheeines Berges; über mir ui^d um mich waren Ge-stirne. Kopernikus empfing mich , und K e p-ler, Galilai, Newton, Tobias Mayer,Lambert, sie zeigten mir, wohin sie seitdem ge-langt waren. Freundlich nannten sie die Namen ih-rer Mitbrüder; Herschel, Schröder, Zach,Olbers. Ihr lebt unten in einer merkwürdigenPeriode, sagte Kepler, ihr betrachtet euren jungenPlaneten. Beschauet ihn recht." — In einem Ent-zücken, welches mir weder der Parnaß noch dieSchule der Weisen hatte geben können, war ich hier.Welten umwandeltm mich; mir war's, als empfändeich hier Gottesgedanken, die Regel der