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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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217
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H. Dichtungen.

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Grazien Amt, als Dienerinnen die göttliche Aphro-dite zu schmücken, zu salben, zu kleiden; und beyHesiodus schmücken die Grazien sammt der P i-tho die junge Pandora. Hephastus (Vulkans)Gemahlin, ist eine Charis, weil Kunst da.s Ge-fällige sucht und sich mit Anmuth paaret. BeyPindar ist es die Charis, die Allem, inson-derheit der Poesie, dem Gesänge, dem fröhlichenGastmal, dem Tanz, jedem Siegs-Aufzuge Lebenund Anmuth giebt. Nichts ist gefällig, nichts isterquickend, was nicht in ihrem Garten wuchs, wasihre holde Hand nicht berührte. Hier geselleten sich alsoGrazien und Musen, die auf dem Parnaß ne-ben einander wohnen: denn auch die Werke derMusen waren ohne sie ungefällig und reizlos.

Die Charis ists, die den Menschen alles versüßt,

Die den Reden Ansehen schaffr;

Oft macht sie selbst das Unglaubliche glaubhaft.

Der Dichter Hermcsianax konnte also mitRecht Eine der Huldinnen Pitho, die Uebcrre-dung, nennen; und Pindar ist der Dichter derGrazien dadurch worden, daß er sie in jeder Bedeu-tung des Worts als Lank, Ruhm, Freude,Anmuth des Lebens, Süßigkeit desW ohlgefallens und des guten Beyfalls«als die Blülhc jeder Kunst und Weisheit,preiset.

Pindars Gesang an die Grazien.

Die ihr den Cephisusstrom und der schönen RosseLtahrerin-Flur zu eurem Sitze bekamt,