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II. Dichtungen,
freulich begegnet, Ruhm, Sieg, Ncichthum, Wohl-stand, jede Anmuth des Lebens Charis; und hatin seinen Glückpceisungen darüber die herrlichstenStellen.
Zweytens. Eben so unzweifelhaft ist die Be-deutung des Worts , das jede Gefäl.
ligkeit und Gegengefälligkeit, wodurch ichden andern erfreue oder ihm dankend meineFreude bezeuge, ausdrückt. Insonderheit be-mächtigte sich die Liebe dieses Worts; ihre höchste,letzte Gunst hieß Charis. Grazienlos, (oder gar eineSteingrazie) nannte Sappho jenes Mädchen, dasder Liebe ungefällig war; die stolzen Centaurenwaren m wtlden Umarmungen ohne die Grazien er-zeuget.
Sehr natürlich war also jene PersonifikationHomers, der eine Anzahl Grazien zum Gefolge derkönigltchen Juno machte; auf wartende Gefäl-ligkeit war ihr Charakter. Für eine Gefälligkeit,die ihr der Schlaf erwiesen hatte, versprach sic ihmEine der jüngsten, also auch der gefälligsten, Gra-zien, Pasithea, zum Dank, zum Lohne.
Drittens. Da Schönheit und Reizsowohl zum Erfreulichen als Gefälligendes menschlichen Lebens gehören: so ging der Begriffder Grazie sehr bald auf persönliche Anmuthüber. Jener Jüngling war mit Grazie geschmückt,(übergossen, gesalbet,) diesen Helden zierte Pal-las mit Anmuth.
Auch diese dritte Bedeutung ward frühe zurPersonifikation. Schon beym Homer ist es dev