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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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215
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II. Dichtungen. 2r5

Freund erschien und mir das Archiv der Gesell-schaft zeigte. Vielleicht kann ich Ihnen Einigesdaraus mittheilen.,

Die griechische Charis.Eine Anmerkung-,

Es sey mir erlaubt, dem, was im vorstehendenAufsatze der Jüngling über die Bedeutung des WortsCharis (Grazie) bey den Griechen sagt, mit einerNote nachzuhelfcn.

Zuerst ists keinem Zweifel unterworfen, daßdas Wort Charis von Freude, Fröhlichkcitobstammt; mithin heißt das Gra-tivse alles, was Freude und Fröh-

lichkeit gewahret. Dies ist der älteste undweiteste Begriff des Worts, ohne Rücksicht, wo-durch diese Freude und Fröhlichkeit gewährtwerde.

Auch personiflcirt führten die Griechen die Gra-zien ursprünglich als Freudegeberinnen aufden Altar. Bey den Laccdamoniern hießen sie P h a-enna und Kleta, Göttinnen, die einen glan-zenden Ruhm verleihn, weil Laccdamon vor Al-lem den Ruhm liebte. In Athen war ihr NameHegemone und Auxo; jene die Führer in,diese die Mehrerin des Wohlstandes, den Athenyninschte. So nennet Pin dar alles, was uns ec-