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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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211
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n. Dichtungen. 2ii

nen schuldig seyd, was bleibt euch? und was seybihr euren Lehrern, dem täglichen Umgänge, der fort-gesetzten Lektüre nicht schuldig? Ihr solltet also Keyjedem Büch ein bsneclicittz und Aratiao ^ten,nirgend aber fluchen und lästern. Könnt und wißtihrs besser- so sagts und thuts mit Grazie; derAndre half euch vielleicht auf eure bessern Gedanken.Ein Schüler, der seinen Lehrer verfolgt- weil dieserjetzt alt ist, und Er weiter zu sehen glaubt, tragtdie Nemesis auf dem Rücken, und das Zeichen'ber Verwerfung an seiner Stirn. Wir wollen ihmnicht wünschen, daß die Zeiten des Undanks einer sohäßlichen Harpye noch forldauern und ihm in seinemAlter ein Gleiches widerfahre."

Arme Menschen, worauf seyd ihr stolz? war-um verbittert ihr euch das Leben? Gibt cs nicht vieleund niancherley Gaben? Bedarf das Auge nicht derHand? die Hand des Auges? Haben wir nicht allein der Welt, und wenn wir es verdienen, im Tem-pel der Unsterblichkeit Raum? Bedarf die Mensch-heit nicht noch unzähliger neuer Verdienste? Glauben<^ie mir, mein Freund, was allen Neid austreibt,und den Verdienstvollcsten nicht nur dankbar und be-scheiden, sondern selbst demüthig macht, ist Mne-mo sy nen s Tochter, die erinnernde Must: Mitden Grazien wohnt sie zusammen; sie ist selbst eineEhari s."

Ich hatte einest Bruder, fuhr er fort, der eistGelehrter, aber ein sehr bescheidener Gelehrter war,und als er uns einmal während dieses Festes besuchte,sich außer diesem Tempelchcn noch einen ungeheuer-großen Tempel- ein Pandaistonium, ausbat.Hier sollte das Andenken aller um die Menschheit

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