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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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II. Dichtungen.

andre. Möge der Erfolg fern wie er wolle ; ich ge-höre mir nicht zu,, sondern andern. Ich habe em-pfangen und muß geben. Je gutmüthigcr und freu-diger, desto schöner. Was von Herzen kommt, gehlzu Herzen; untrennbar von der wahren Grazie ists,daß sie das Gcmüth erhebt und beflügelt, daß siedes andern Gemüth ergreift und ihm das Herz rau-bet. So umfassen sich die drcy,. und wirken aufMenschen und Geschlechter."

Nach diesem Anfänge beschreibt der Stifter dieAnordnung seines Festes, 'zu welchem dann seineFreunde gern beytraten, und das bereits viele Jahrehindurch viel Gutes gestiftet hatte. Wirksame Fröh-lichkeit, häusliche Vertraulichkeit, und jener Liebreizdes zuvorkommenden, dankbaren, geselligen Umgangswaren dieser Familien auszcichnender Charakter. Michergriff das Wvhlgefühl der Harmonie, die in diesemKreise herrschte, wie die Musik aus einer Weltder Seelen. Ich fühlte, daß, was die innigste,eine unversiegbare Freude des menschlichen Lebens ge-wahre, sey die Z u sa m m en sti m m u n g der Gc-müth er, ein gem ei n s< h afr I jede s Empfan-gen und Geben, ein Fortwirkcn mit undzu einander, nach der großen Regel des Wohl-lauts, dcp in uns tönet und der unser wahresSeyn ist,

Aber, sagte ich, verzeihen Sie mir Einen Zwei-fel. Schweigt Ihnen diese Musik der Seele nie-mals? Werden Ihre Saitenspiele nie verstimmt, hierdurch Neid, dort durch das Ucbelwollen einer nicdernBegierde? Wie ists, wenn Sie Undank erleben, oder