II. Dichtungen. 199
mit einander. Es war wirklich ein Fest deS Ge-nius dieser Familien, und der sittlichenGrazie, die sie in sich und in andern anbaueten,genossen und liebten.
Nachdem das junge Heer sich in den Gartenzerstreuet hatte, um das Andenken seiner vergnügtenAugenblicke hie und da emblem arisch zu bezeich-nen, setzten die Eltern das Gespräch fort. Auch sieerinnerten sich des Angenehmen und Unangenehmenvoriger Tage; letzteres wurde kurz abgekhgn, undmeistens dabey bemerkt, wie auch aus dem Bösenetwas Gutes entsprossen sei), oder wie es noch dar-aus erwachsen könne. Hiezu bot einer dem andernseine Hand, seinen Rath, seine Neyhülfe an, weilsie sich alle als Eine Familie ansahen. Der erfreuen-den Scenen wurde desto reicher gedacht; diese wur-den von Zugend auf gleichem noch einmal durch-lebet. Da die Geschichte eines jeden Menschen in-teressant ist, sobald das Herz daran Theil nimmt:so erschienen mir bey diesen Erzählungen viel ange-nehme Scenen. Der Traum des menschlichen Le-bens, fühlte ich, werde Hann nur schön geträumt,wenn er sympathetische Erinnerungen erwecket undnachläßt.
Di? fröhliche Zugend rüste uns jetzt zur Ansichtihrer Embleme, unter welchen wir viel artige Ge-danken, einfach und rührend ausgcdrückte Empfin-dungen, allgemein aher eine Grazie des Ver-gnügens bemerkten, die dem ganzen Feste Lebenund Wonne gab. Kranze, Inschriften, Tanze ge-hörten mit darunter, ohne welche sich die Zugend,