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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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II. Dichtungen.

den ,cr mit Rosen der Freundschaft und mit dem Lo-tos milder Vergessenheit kränzte. So mischten sichtausendfachunerkannt und in vielen Gestalten, dieGötter unter die Menschen: sie besuchten die Hüttender Armen, und waren insonderheit bcym Spiel derunschuldigen Jugend. Grazien und Tugenden ausdem Gefolge der Venus beschäftigten sich mit derschönsten Zeit des Menschen, wenn er im Liebreizblühet, und allen sanften Eindrücken gern Raumgiebt. Ja endlich bekam, zu noch größerer Siche-rung, jeder Mensch gm Tage seiner Geburt einenhülfreichen Genius, der ihn unsichtbar begleite, deraber, um seine Vernunft zu eigner Thatigkcit zugewöhnen, ihn minder lehre als warne, ihn kräfti-ger rette als führe.

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Was sollten die Götter mehr thun, als sie tha-ten? und dennoch sahen sic viel vergebliche Mühevom Weck ihrer Hände. Gern hätten sie den Men-schen den kleinen Stolz gegönnet, daß sie alles daserfunden haben, was eigentlich die Genien und dieverkleideten Götter für sie erfanden; wenn nur auchdie Geschenke ihrer schönsten Erfindungen dem kindi-schen Geschlecht Nutzen gebracht hätten. Aber nachdem Spruch des Schicksals ward ihnen das Bestezum Aergsten. Bacchus mit seiner gekelterten Trau-be, Apoll mit seinem Gesang und Tynz, Merkurmit seiner Eyther und seiner überredenden Sprache,am meisten endlich Venus mit ihrem Zauberkclch der