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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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II. Dichtungen.

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ger war die Linderung der Leiden, die ihnen daSSchicksal auflegte, einem mitleidigen Wesen versagt.Aufs neue also sandten sie den Merkur ans hoheFatum hinauf, mit einer zwiefachen Vorstellung, zulindern den Spruch des Schicksals.

Gerechte Göttin, sprach Merkur, und trat vordie ewigen Tafeln, der Mensch ist unschuldig an sei-nem Dascyn: er hat sich nicht selbst geschaffen. Ver-gönne also, daß die, die ihn ins Leben riefen, ihmauch sein kurzes gefährliches Leben versüßen und lin-dern.

Die ewige Tochter der Nothwcndigkeit neigtebejahend ihr Haupt und Merkur sprach weiter.

Gerechte Göttin! Der Boden der Erde ist denUnterirdischen abgewonnen und so bleibe er das Ge-biet ihrer Herrschaft, aus dem sic Gift und Qualenden Sterblichen senden. Aber alles Lebendige aufund über der Erde ist der himmlischen Götter Werk:vergönne, daß cs in ihrer Herrschaft bleibe. Wenndie Parze schneidet: so werde der Leib des Menschenzu Staub; aber mir erlaube, daß ich den himmli-schen Athcm ins Reich der Himmlischen führe, ausdem er entsprang.

Du bittest zu viel, sprach das Schicksal, undNemesis

Nemesis trat heran und sprach: die ewigen Ge-setze fordern Wiedervcrgeltung. Wer Böses auf derErde verübt und cs nicht büßet, der büße es imTartarus ab, bis seine Seele rein ist: dann führesie, wohin du willt. Die Reinen und Guten kannst