II. Dichtungen.
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Wer mag ihre Reize beschreiben? wer ihre Schön-heit schildern? Was je die Erde aus ihrem jung-fräulichen Schooße gebar, war in ihrer Gestalt, inihrem Wuchs, in ihren Farben, in ihrem Gewändeversammlet. Alle Götter schauten sie an; alle Göt-tinnen beneideten ihre Schönheit.
Wahle dir, sprach Jupiter, aus dieser zahlrei-chen Schaar von Göttern und Genien einen Liebling;doch siehe zu, eitles Kind, daß dich deine Wahl nichttrüge!
Leichtsinnig blickte Flora umher: und o hatte sieden schönen, den in Liebe für sie entbrannten Phö-bus gcwählet! Aber seine Schönheit war dem Mäd-chen zu hoch: seine Liebe für sie zu verschwiegen.Flüchtig lief ihr Blick umher, und sic erwählte —wer hatte es gedacht? — einen der letzten aus derZahl der Götter, den leichtsinnigen Zephyr.
„Sinnlose' sprach der Vater, daß dein Ge-schlecht auch in seiner geistigen Urgestalt schon jede«buhlerischen, leicht auffallenden Reiz einer höhern stil-lem Liebe verziehet! Hattest du diesen gewählt (erwinkte auf Phöbus), du und dein ganzes Geschlechthatte mit ihm die Unsterblichkeit gcthcilet. Aberjetzt, genieße deines Gatten! "
Zephyr umarmte sie, und sie verschwand. Sieverflog als Blumenstaub ins Gebiet des Gottes derLüfte.
Als Jupiter die idealischen Gestalten seiner Weltzur Wirklichkeit brachte, und der Schooß der Erdedastand, die verstobnen Blumenkcime ins Leben zu