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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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,64 H- Dich tun geil.

Dann geleit' ich im lieblichen Kuß die scheidende

Seele

Auf zum wahren Genuß bräutlicher Freuden

hinauf."

Aber wo ist dein Bogen und Pfeil?" Dem ta-pferen Weisen,

Der sich selber den Geist langst von der Hülle

getrennt,

Brauch' ich keiner Pfeile. Ich lösche die glanzende

Fackel

Sanft ihm aus; da erglimmt eilig vom purpur-nen Licht

Diese andre. Des Schlafes Bruder, gieß' ich ihm

Schlummer

Um den ruhigen Blick, bis er dort oben erwacht.

Und wer ist der Weise, dem du die Fackel der Erde

Hier gelöschet, und dem jetzo die schönere flammt?"

Der ists, dem Athene, wie dort dem tapfern Ty-

didcs

Silber schärfte den Blick, daß er die Götter er-sah *)-

Mich erkannte Lessing an meiner sinkenden Fackel,

Und bald zündet' ich ihm glänzend die andere an.

Die Wahl der Flora.

Als Jupiter die Schöpfung, die er zu schaffengedachte, in idealischen Gestalten vor sich rief, winkteer, und es erschien unter andern die blumige Flora.

*) Anspielung auf die Schrift: Wie die Altenden Tod gebildet.