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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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I. Dramatische Stücke.

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Schreckens, der Liebe, des Jammers, durste eineKantate so enden.

Wenn nun aber ein Schauspieler diesen Gesangergriff und ein sogenanntes M onvdram a mit glei-chem Schluffe daraus machte, wie anders! Nichtsals eine Verlassene in allen ihren Klagen zu hören,zuletzt eine Verzweifelnde zu sehen, die vom Felsenhinab einen halsbrcchendcn Sprung thun muß, wäredies ein Drama? Ein Monodrama ists. EinMonodrama! *)

Doch wozu dies hier? Vor einem Melodra-ma, das mit einem Monodrama nichts gemein ha-ben mag. Jenes soll die treffliche griechische Fabel derAriadne nicht nur im Zusammenhänge ihrer drepScenen, sondern auch (dies war die Absicht) unterdas hohe Gesetz des griechischen Dramagestellt zeigen, nach welchem über Lhaten undVerirrungen der Sterblichen ein lohnendes und stra-fendes Schicksal waltet. Zugleich auch wollte cs,selbst auf dieser wüsten Insel, versuchen, wie Chöredes griechischen Drama, ohne welches dieses sichschwerlich denken laßt, zwanglos eingeführt werdenmöchten. Ucbrigens spreche der Charakter desStücks, ohne alle Anmaßung, sich selbst aus.

*) Vom ADerthe dieser ganzen Gattung an einem an-dern Orte.