(Ein griechisches Schiff auf dem Meere, nahe dem Ufer»unter einem Ungewitter, bas sich nach und nach legt.Ariadne und Theseus treten ans Ufer)»
Ariadne.
Entflohen endlich diesem Üngcwitter,
Betreten wir die Mutter-Erde wieder,
Die Heilige, die Feste; laß uns danken,
O Theseus!
(Sie wendet den Blick gen Himmel und schaut umher).
Zwar seh' ich rings umherNur Fels und Wüsteney. Ein heimlich GrauenErfaßt mich. Ist mir's nicht, als sah' ich diesEinsame wilde Ufer schon im Traum?
Berlaß mich nicht auf ihm, o Theseus! Du,Mein Einziger!
Theseus.
Was ist dir, Ariadne? Warum schwimmtDein Blick in Thränen? Was beängstet soDein unschuldvolles Herz?'
Ariadne.
Dein schuldig Herz)
So sprich, Geliebter! Auf mir lag die Schuld
Herders W. z. sch. Lit. u. Kunst. VI. D Ornm LrusL«.