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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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diese schöne That dem Andenken der Nation nichtentfallen. Ein Tanz, der kretische, oder dieEandiote genannt, symbolisirt und feyert diese Be--sreyung aus dem Labyrinth. Verschlungen wird er,den Faden der Ariadne in der Hand, von Jüng-lingen und Mädchen gctanzet; eine fröhliche Lhe-seide!

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Nun aber verlaßt der Errettete seine Errcttcrin«uf der wüsten Insel D i a oder Napos; traurigeKatastrophe! Warum verließ er sie? Hier irrte dieFabel so und anders umher; die gemeine Sage bliebbey dem Faktum selbst: Theseus verließ die Ari-adne." In Erzählungen wurden beyde Namen derPrototyp eines Romans, der leider oft wiederholtist, eines treulos - Verlassenden , einer Unglücklich-Verlassenen. Allerdings war er sofern ein warnen-des Muster. Ariadne's Klagen und Verwünschungenfanden hiebey den freyesten Ausdruck, wie sie auchunter den römischen Dichtern Catull schauerlich wie-derholt hat. Nach dem vorhin angeführten Reisendensoll auch ein Tan; diese Katastrophe verewigen ; erwird, zu Symbolisirung der rufenden Ariadne unddes fliehenden Segels , mit wehenden Tüchern ge-tankt.

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Der zarte griechische Sinn indeß für Gerechtig-keit und Großmuth ließ die Geschichte hier nicht en-den. Der frcudegebende Gvtt fand die Verlassene,und erhob sie zur Königin der Freude. Das Hoch-zeilfest beyder, des ewigen Jünglings und der ewi-gen Jungfrau ward fortan das höchste Symbol al-ler Hochzeitfreuden und Feste, voll Tanzes und