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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
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Der Cid.

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Lieblich war der Traum. Der HimmelsknabeSprach:Für eure schönen Frücht' und BlumenWas soll ich euch geben? Du, o Bruder,

Spielest bald mit mir auf einer andernSchönen Au', da will ich süße Früchte,

Wie du nie sie kostetest, dir schenken.

Dir, o Schwester, werd' ich wicderkommen,

Wenn du Braut bist, und den Kranz dir reichen:Mutter wirst du seyn von guten Kindern,

Gut wie du, und gut wie deine Mutter."

Also träumte sie und wacht' erschrockenAuf, und eilte zu dem Bilde betend:

Kann es seyn, so laß mir meinen Knaben,Holdes Kind! Wo nicht, dein Will geschehe."

Und in Kurzem ward der Traum erfüllet zDenn der Knabe starb. Er sah im Sterben,

(Also sagt' er) einen HimmelsknabenKommen, und ihm süße Früchte reichen,

Und er koste schon die süßen Früchte.

Auch die Tochter wuchs und ward der MutterEbenbild. Als am Altar sie kniete,

Eine Braut, erschien ihr im GebeteJenes Kind und kränzte sie mit Blumen,

Wie ihr dünkte, waren meistens schöneLilien und Rosen in dem Kranze,

Wenig dunkle Blumen: und ihr LebenWard des Kranzes Abbild, Lieb' und Unschuld.