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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
Entstehung
Seite
279
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Der Cid.

27S

Als Johannes in die Gegend wiederKam; die erste Frag' an ihren BischofWar:wo ist mein Sohn?"Er ist gestorben!"Sprach der Greis und schlug die Augen nieder.Wann und wie?"Er ist Gott abgestorben,Ist (mit Thronen sag' ich es) ein Räuber."

Dieses Jünglings Seele, sprach Johannes,Fodr' ich einst von dir. Jedoch wo ist er? "

Auf dem Berge dort!"

Ich muß ihn sehen!"

Und Johannes, kaum dem Walde nahend,Ward ergriffen, (eben dieses wollt' er.)

Führet, sprach er, mich zu eurem Führer."

Vor ihn trat er, und der schöne JünglingWandte sich; er konnte diesen AnblickNicht ertragen.Fliehe nicht, o Jüngling,

Nicht, o Sohn, den waffenlosen Vater,

Einen Greis. Ich habe dich gelobet,

Meinem Herrn und muß für dich antworten.

Gerne geh' ich, willst du es, mein LebenFür dich hin; nur dich fortan verlassenKann ich nicht! Ich habe dir vertrauet,

Dich mit mener Seele Gott verpfändet."

Weinend schlang der Jüngling seine ArmeUm den Greis, bedechete sein Antlitz,

Stumm und starr; dann stürzte statt der AntwortAus den Augen ihm ein Strom von Thronen.

Auf die Kniee sank Johannes nieder.

Küßte seine Hand und seine Wange,