viel, mit Einem Gedanken Alles zu geben! Dadurchmackt es so unveränderlich, so heiter und stark inSanftmuth. Der Löwe wird Lamm und das Lammein Löwe. — Spottet nicht der rauhen und beschwer-lichen Wege, auf denen die fromme Einfalt, die sichdamals mit wenigen, aber starken Gedanken begnüg-te, in dies Hciligthum unzerstörlicher Gemüthsruhsund Seelenstarke gelangte. Gnug, sie gelangte da-hin, und wohl ist ihr. Suche jeder es auf seinemWege. Jene gehet ihren stillen Gang allein.
III.
Vortrag der Legende».
„Wenn aber die guten Legenden nur nicht socrzböse erzählt oder gar besungen waren!" So er-zähle, so singe man sie besser. Ein Ton ist nichtfür alle und ihr Ton nicht für unsere Zeiten. Abererbärmliche Pedanterey ists, unter dem Vorwändedes einzigen klassischen Styls die Schreibart der Rö-mer, die unter Cäsar und August allerdings die bestewar, in diesen Zeiten, zumal in Büchern der An-dacht und Klosterzellen, zu suchen. Der Kirchenstylder mittleren Jahrhunderte ist eine so eigne Sprache,als die romanische, die neben ihr galt, nur seyn kann.Die Welt ihrer Gegenstände ist eine andre als dieWelt der Römer; so auch der Geist und Sinn, mit