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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
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Der Cid,

(ein seltnes Nahrungsmittel mancher Gegend) undbefahlen ihm Holz zu tragen; wem müßte erklärtwerden, wer diese Baren gewesen? Möchte derSccpter unsrer Staatskunst, das Geschütz unsrer Hel-den zur Urbarmachung der Welt, zur Bcodausthci-lung und zu Erweckung des Fleißes der Baren al-lenthalben so wirksam und glücklich seyn, als es da-mals das heilige Kreuz und das segnende Wort waren.

Sehr unverständig hat man daher über mancheLegende dieser Art gespottet, so daß der heilige Esel,den man verlachte, dem Spottenden selbst den Hohnzurückgeben möchte.

Auch der Legende liegt also Wahrheit zumGrunde; nur ist sie Legendenmaßig eingckleidet underzählet. Auch ihr Inhalt ist nicht immer so un-wichtig, als mm: glaubet; denn sind wir diesem In-halt nicht Uncn großen Theil der Aufklärung undVerschönerung Europa's durch Kenntnisse und Fleißschuldig? Die Thatcn, wovon sie erzählen, stumpf-ten das Schwert ab und bezähmten wilde Barbaren.Die meisten Institute unsrer Wissenschaften undKünste nähren sich von den Brosamen dessen, waseinst die Männer der Legende mühsam erwarben,andächtig stifteten, heilig bewahrten und der Nach-kommenschaft fromm vermachten. Ohne die from-men Männer und Weiber der Legende bettelten jetztvielleicht alle Musen in Europa; oder vielmehr anMusen in Europa wäre ohne sie gar nicht zu geden-ken.

Die Geschichte "der mittleren Zeit kann des Stu-diums der Legenden so wenig als der Chroniken ent-behren : denn bcnde fließen überhaupt in einander.

Jene gehen allen Diplomen voran und lange ihnen