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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
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Der Cid.

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Spräche der Gottheit gewesen; jedes Volk hatte siein seiner Weise und pflanzte sie in Sagen fort.Die Dichter nutzten sie; und auch der Geschichtekonnten sie nicht fremde bleiben. Wer begehrte nun,daß sie einer zur Erbauung geschriebenen Legendefremd bleiben sollten? Andacht d. i. ein Aufmer-ken aufs Göttliche rings umher schrieb ja diese Le-genden. Andacht sollte sie lesen; Andacht soll-ten sie einflöfie» und wirken.

Ueberdcm wird dies Wunderbare in den mitt-leren Zeiten so leicht, ich mochte sagen, so natür-lich cingeführet, daß man es eben so leicht in diegewöhnliche Sprache übersetzen kann, eben weil esdamals gewöhnliche Sprache und Vorstellungsart war.Manches ist sogar in Sprüchwörter übergegangcn, derenSinn ohne wunderbare Deutung jeder Einfältige an-zuwendcn weiß. Wenn z. B. vor diesen fleißigenund rüstigen Männern, die eine wüste Gegend an-bauetcn, Wölfe und Schlangen flohen; sie scheuchtenDrachen aus ihren Höhlen hinweg; von ihrem Se-gen ward die verschlemmte Quelle gesund, der Pfuhltrocken, die Wildniß zu einem Garten und Fruchk-lande; die Luft heiterte sich; das Klima ward milde wem müßte diese Sprache noch erklärt werden?Sie sagt nichts, als was wirklich geschah durch denFleiß emsiger Hände. Wenn nun solchen neuengefürchteten Ankömmlingen entgegen aus Seen undWäldern die Dämonen schrieen, die Geister heultenund schreckten, die Teufel wimmerten und klagten;wer, wenn er einen Begriff von den grausen Ge-genden, von den wilden Einwohnern dieser Gegen-den hak, verstünde nicht diese Sprache? Den Bä-ren besänftigten sie, indem sie ihm Brod reichten,