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Der Cid.
Und doch wäre sic, was das Wunderbare an-langt, so schwer zu schreiben eben nicht; das Wun-derbare der mittleren Zeit hat seine sehr enge Topik.Aus der biblischen Geschichte und aus National-Tra-ditionen, aus Einbildungen der Völker entsprossen,unter denen und für die cs gedacht ward, führet csseine Quelle wie seine Bedeutung gleichsam mit sich.Da es auf das Volk wirken sollte, so kann es leichtverstanden werden; und da der Klerus weder zurKunst, noch überhaupt sehr kunstreich diese wunder-baren Erzählungen formte, so ist auch ihre Formnichts weniger als inkommensurabel. Wer die Bibelgelesen und die Volksdenkart der Zeit und Gegend,für die erzählt wurde, sich bekannt gemacht hat, ver-steht die Bedeutung des Wunderbaren so einfach, alS >der sie verstand ^ von dem die Legende redet.
Diesem Frommen z. B. ließen sich Stimmenvom Himmel hören. Wer hörte diese Stimmen nichtin seinem Herzen? wenn sie gleich das Ohr nichtvernahm; sobald ihr Inhalt nur himmlisch, d. i.aufmunternd und erquickend ist. Einem andern san-gen unsichtbare Chöre; diesem erschien sein Schutz«gcist und sprach mit ihm, warnend, belehrend, trö-stend. Jenem Rechtschaffenen glänzte sein Antlitzvor Gericht, im Gebet, gegen Verläumder und Bö-sewichter, Key einer frohen Wohlthat, Key einer groß-müthig-stillen Verzeihung, im Tode, nach dem Tode.Wem sind nicht ähnliche Eindrücke aus dem Leben,aus der Erzählung eng - umfangener Menschen be-kannt? Dem Einsamen z. B. schweben Töne, blei-ben Töne im Ohr; sie kommen in Stunden der Nie-dergeschlagenheit , den Geist erhebend, als Freundewieder. Siehe da die himmlischen Stimmen und