Der Cid.
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bachtbildec sind sie da, zu Erweckung ähnlicher Tu-gend, ähnlicher Andacht. Was hierzu den meistenEindruck machen konnte, und wie cs ihn machenkonnte; das ward geschrieben. Vielen Legenden brichtman, wenn ich so sagen darf, den Rücken, wennman sie zu historischen Dokumenten ängstlich gestaltet.
Denn woher waren diese Legenden genommen?Aus dem Munde der Erzählenden, meistens andäch-tiger Jünger Imd Iüngcrinnen; oder aus einzelnenAufsätzen, selten des Verstorbenen selbst, meistensseiner Freunde. Alle diese sprachen und schriebennach Einer Regel, zu Einem Zweck ihres nächstenKreises, und des Geistes ihrer Zeit. Zur Erbauungsprachen und schrieben sic; nicht als vor Gericht ge-stellte Zeugen. Ueberhaupt ist über die Glaubwür-digkeit der Geschichte, und dessen, was man in ver-schicdnen Zeiten, unter verschiednen Völkern glaub-würdig nannte, bcynahe noch nichts Haltbares ge-schrieben; und die Legendo der mittleren Zei-ten, so unentbehrlich sie der Geschichte ist, hat,außer einigen französischen Kritikern, wenig Bear-beiter gefunden. Wie billig, bewarben sich die Pro-testanten nach der Reformation wenig anders, alsStrcitweise um sie; die erzkatholischen Lander blie-ben im Glauben an die Legende, als an eine ge-schriebene Tradition; und die wenigen Unter-suchet wußten und kannten ibrc Schranken. Einevollständige Kritik der Chroniken und Le-genden mittlerer Zeit, unpartheylich und ehr-sam, geschrieben für jeden und für keinen Kultus,auf den Knieen der Wahrheit geschrieben und vonihr selbst diklirt, gehört noch unter die guten Wün-sche.
Herders W.z. sch. Lit.u. Kunst. III. R 0e>- Ll-I.