Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
Entstehung
Seite
176
Einzelbild herunterladen
 

Hält' ich Euch, o König, wollenMit dem Flecken der VerachtungBor mir sehen auf dem Thron,wahrlich ich hätt' Eure EhreDurch den Schwur nicht hergcstcllt."

Wer mir von Bellido redet,Kann mich wahrlich tief betrüben,

Aber nicht beleidigen;

Fceylich halt' ich ihn ergriffen,

Fehletcn mir nicht die Sporen'

Ach in solchen Fällen seufzetJedes edle brave Herz;

Indem es den Fehl gestehet,

Fühlt es schmerzlicher die Schuld."

Endlich, da ich mein Vermögen,König, Eurem Dienst geopfert,

Da ich, was durch meine WaffenIch erworben, Euch verehret,

Was wollt Ihr mir nehmen, Herr?Weder Ihr, noch Eure Rathe,

Können finden, wo nichts ist."

Aber von nun an, o König,,Von nun an will ich erwerben,

Ich für mich und nicht für Euch.Nicht, weil Jhrs befählet, König,

Feen entfern' ich mich, beleidigt,

Weil Ihr also zu mir spracht.

Ehrenlos, wer von dem KönigSolche Reden duldete."