Der Cid.
)
Kein Gesang, kein Ton der Freude,
Auch kein Instrument der LiebeLieß sich hören auf den Gassen;
Die Infantin Donna Uraka,
Schmerzlich bitter weinte sieUm den Tod des großen Vaters,
Um den Gram, den sie ihm sterbendNoch in seiner letzten StundeZugefügt, um seine Güte,
Um das Unglück ihrer Schwester,
Der vertriebnen Ddnna Elvira,
Um das Unglück ihrer Brüder,
Don Garzia, Don Alfonso;
Und wer sollt' und könnt' es glauben?
Noch beweint im tiefsten HerzenEinen andern Wunsch Uraka.
Den Verlust wird sie beweinen,
Wenn sie jeden langst vergaß.
Denn dem Glück geliebt zu werden ,Gleicht kein ander Glück auf Erden;
Die geliebte Schäferin,
Sie allein ist Königin.
In dergleichen GramgedankenTief versenket saß Uraka,
Als auf Einmal vor den ThorenWon Zamora Cid erscheint.