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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
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Der Cid.

Ach zum Unglück Eures ReichesWäret Ihr geboren, König,

Wenn, so lang ihr lebt, ein AndrerHier gebot' in Eurem Reich!"

Nimmermehr soll es geschehen;

So lang' Ihr lebt und ich lebe.

Denn, o König, jede Ehre,

Die Euch Gott gab, zu erhalten,

Ist uns, Euern Dienern, Pflicht,

Wer Euch anders rieth, o König,

Rieth Euch sonder Ueberlegung,

Und vermindert Euren Ruhm.

Fodert sie heraus, die Drohcr,

Die Ausfodrung ist des Königs;

Die Ausführung ist des Kriegers;

Fodert sie; ich nehm' es auf."

Denkt, o König, und bedenket.Wir erwarben Euch Castiljen,

Wir mit Ehre, Gut und Blut;

Eher gab' ich auch mein LebenHin, eh' diese fremden WespenZehren sollen unsre Beute,

Ernten unsrer Siege Frucht.

Denn, o König, gebt Ihr ihnenEtwas, o so bleibt Euch Nichts."

Und so führt der unverzagteCid zehntausend wackre MännerDurch die Alpen hin ins Feld.

Ihm entgegen zog Graf RaimondBon Savoyn, mit vicley Rossen,