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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
Entstehung
Seite
86
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Wenn ein Mangel an Vermöge»Mich Dir anzunähern scheinet,

Mich, die meine Königs-Abkunftlieber Dich so hoch erhebt;

O so wisse, KönigstöchterSind deswegen arm an Gütern,

Weil der Adel ihres StammesIhnen mehr als Rcichthum gilt.

Armuth ist an mir kein Flecke;

Sie ist meiner Hoheit Ruhm.

Reich, das weiß ich, ist Xi mene,Darum ist's, daß Du sic liebest;

Nein! nicht darum: denn, Rodrigo,Unrecht will ich Dir nicht thun.

Sie auch liebt Dich Nun so liebet!Mir macht es ^den kleinsten Kummer,

Daß der Cid Ximenen liebt."

Eines reichen Grafen TochterGnügct Dir, Du kleiner Ritter;

Ich bin arm bedarf ein edlerDiamant, bedarf er Gold?"

Schön bist Du; wie einst NarcissWeise; Salomon war weiser.

Edel; deren gibt es viele.

Tapfer; Spanien erziehetKeine Memme, Don Rodrigo.

Reich; das sind so viele Narren.

Weit berühmt; das waren Viele,

Mehr als Du, und starben dennochEingchüllet in die TücherMenschlicher Vergessenheit."