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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
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Der Cid.

Weihet' er der Mutter GottesDie prachtvollste der Moscheen;

Hier in diesem hcilgen TempelHielt Rodrigv Ritterwacht.

Hier mit eignen KönigshandenGürtet ihm das Schwert der König;

Und die Königin, sie führetSelber ihm den Zelter zu.

Die Infantin, Donna Uraka,Schnallt' ihm an die goldncn Sporen:Mutter, sprach sie, welch ein Ritter!Einen schönern sah ich nie!

Glücklich ist das Bauermadchen,Die ihn ohne Scheu des VorwurfsUnanständig niedrer Sitte,

Lang anschaucn nach Gefallen,

Ohne Scheu ihn sehen darf.

Glücklicher ist die Gemahlin,

Die ihm zuführt seine Mutter,

Ihm, dem Schönsten, den ich sah."

Alio sprach die Königstochter,Doch nicht mit der Rosenlippe;

Tief nur im verschwiegnen BusenSprach also ihr stilles Herz.