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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
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Recht nur fleh' ich, nicht Erbarmen;

Recht muß beystehn jedem Schwachen,

Unwerth ist ein ungerechterFürst, daß ihm der Edle diene.

Daß die Königin ihn liebe,

Keines ihrer Küsse werth."

Und du wildes Thier, Rodrigo,

Auf! durchbohr' auch diesen Busen,

Den ich hier in tiefster TrauerDir eröffne. Mord' auch mich!"

Warum nicht die Tochter tödten,

Der du ihren Vater raubtest?

Warum nicht die Feindin morden,

Die dirs jetzt und ewig seyn wird.

Rache federt sie des Himmels,

Und der ganzen Erde Rache,

Gegen dich!" Rodrigo schwieg.

Und des Rosses Zaum ergreifend,

Kehret langsam er den RückenAllen Feldherrn, allen Kriegern;

Wartend, ob ihm Einer folge;

Aber keiner folget' ihm.

Als Xi mene dieses sähe,

Rief sie lauter noch und lauter:

Rache, Krieger, blutge Rache!

Ich selbst bin des Rächers Preis!"