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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
Entstehung
Seite
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An der Tafel saß Fernando,

Zu Burgos im Königs Pallast,

Als Timene, tief in TrauerUnd in Lhranen vor ihm kniete.

Mit bescheidener GebcrdeSprach sie jammernd diese Worte:König, eine arme Waise,

Komm' ich suchend Euren Schutz."

Eben starb auch meine Mutter,Gramvoll, die mir unsres HausesSchmähung nachließ: denn der MörderUnsres Hauses lebet noch."

Täglich darf er sich mir zeigen,Der großsinnig - stolze Lainez,

Reitet täglich mir vor Augen,

Seinen Falken auf der Hand,"

Der mir meine Tauben würgetAlt und jung. Schau her, v König,Sieh das Blut auf meiner Schürze,Meiner jüngsten Taube Blut."

Oft Hab' ich's ihm untersaget;Und was gab ec mir für Antwort?Lies, o König. Diese ZeilenSandt' er heute mir zum Hohn:"