An der Tafel saß Fernando,
Zu Burgos im Königs Pallast,
Als Timene, tief in TrauerUnd in Lhranen vor ihm kniete.
Mit bescheidener GebcrdeSprach sie jammernd diese Worte:„König, eine arme Waise,
Komm' ich suchend Euren Schutz."
„Eben starb auch meine Mutter,Gramvoll, die mir unsres HausesSchmähung nachließ: denn der MörderUnsres Hauses lebet noch."
„Täglich darf er sich mir zeigen,Der großsinnig - stolze Lainez,
Reitet täglich mir vor Augen,
Seinen Falken auf der Hand,"
„Der mir meine Tauben würgetAlt und jung. Schau her, v König,Sieh das Blut auf meiner Schürze,Meiner jüngsten Taube Blut."
„Oft Hab' ich's ihm untersaget;Und was gab ec mir für Antwort?Lies, o König. Diese ZeilenSandt' er heute mir zum Hohn:"