Der Cid.
XIAX
brücke, des prächtigen Pattastes der vorigen Fürsten.Hundert und fünfzsi,tausend Mark gemünztes Gold undSilber *), die kostbarsten Gefäße, Edelsteine, Sei-denstoffe, wurden vertheilt. Er sandte dem Abt vonCardena tausend Mark; er erfreute dieselben He-bräer **); hundert Pferde führte Minaya zu Alfonsodem König. Es knirschte der Hofneid, es murreteOrdonniz; der König sprach: „überhaupt dient mir„Cid weit besser als Ihr."
, Mohammed aber, Schwesterfohn Josephs, desFürsten der Gläubigen, zog in beschleunigten Mar-schen heran. Er lag mit unermeßlichem Heere ***)vor Valencia zehn Tage, hvhnsprechend, auffordernd;vergeblich, man schwieg. Die Morabeken, stolz undsicher, verbreiteten sich, das Land auszufressen: Bis,zu unerwarteter Stunde am eiisten Tag , das Rit-terheer mit großem Geschrey und verhängtem Zügeleinsiel, und dem versprengten Schwarm kaum Zeitließ, mit Hinterlassung vieler Tobten und des reichenLagers sich zerstreut in die schnellste Flucht zu wer-fen.
*) Denn sein Fänftheil wird in dem Poem auf3o,ooo geschätzt.
**) Die Romanze spricht von ihrer Bezahlung.
*') r5o,ooo zu Pferd, 3o,ooo zu Fuße, sagt (nachvergrößerter Schätzung) die Chronik.
Herders W. z. sch. Lit» u. Kunst. IH. D Oer LA.