Der Cid.
XVII
den, aber wohl besungen, zum Theil aus Veran-lassungen seiner spateren Jahre genommen seyn mag.Dem Gcschichtforscher, bestimmte Beweise und ge-naue Angaben ungern vermissend, leuchten aus denUrkunden selbst so frühe Spuren ganz ausgezeich-neten Ruhms entgegen; zu groß erscheint in achtenGeschichten Timcna, die zärtliche männliche Frau;zu freudig wiehert, in Sagen und Liedern, Vabieca,das streitlustige Roß, um grausam abzusprechen, wovieles die Zeit noch erklären, und ferneres Forschenzeigen dürfte, daß das Unerwiesene nicht immerunerweiölich bleibt.
König Sancho von ganz Kastilien, der Starke,der Erstgeborne Fernando's, hatte schon als Kron-prinz *) den Ruy Diaz mit ungemeiner Liebe und
*) Dieses ist daraus erweislich, weil Sancho schonzwey Jahre vor oem Tode seines Bakers denCid bey Grados wahrlich als Mann zur Seireharte. Risco hat, ohne dieses zu bedenken, dieAussage der Chronik: „wie Sancho den Cid zusich genommen," auf das Jahr io 65 ., wo erden kastilischen Thron bestieg, ausgelegt. Die-ser Mißgriff bewog ihn, in Zeiten Fernando'sdem Cid alle Thärigkeir abzusprechen. Wie daßder gelehrte Mann vergaß, daß noch bey desBaters Leben auch Don Sancho König(van Celtibericn) hieß! Diese Berichtigung ret-tet eine Menge Ueberlieferungcn von dem Vor-wurf der Unmöglichkeit, macht auch unnölhig,sein Geburtsjahr von 1026. über zwanzig JahreHerders W.z. sch. Lit.u.Kunst.IIl. B L->- ttä.