XVI
Der Cid.
worin vor allen der Cid geglanzt *), noch bey Fer-naudo's Leben, durch Sancho, dessen Sohn, wel-chen er seinem Vasallen, dem arabischen Emir vonZaragoza, wider seinen Bruder zu Hülfe gesandt.Bald nach diesem ging der große Don Fernando,prangend mit dem Lorbeer vieler arabischen Siege,aber befleckt mit dem Blute wenigstens Eines Bru-ders und seines Schwagers **), zu seinen Vätern.Drei) Sohne hinkcrließ er, durch einander unglück-lich; zwey starben unnatürlich, der dritte, größte,Alfonso, hinterlicß von sechs Gemahlinnen keinenSohn, sondern eine zum Unglück gebohrne, verruch-te Tochter. Nicht Macht, nicht Redner, schirmenein blutbcdecktes Geschlecht; das mögen die Gewal-tigen der Geschichte glauben.
Des Ruy Diaz, unter Fernando aufblühcnde,Jugend haben die Dichter mit der Mahr' mancherAbenteuer geschmückt, welche zum Thcil übel erfun-den,
*) rvk>3. Ebendaselbst und bey Zurita. Dasist die Schlacht bey Grados zwischen den FlüssenJsabena und Esera; Nisco. Die Arragonierbehaupten von Ramiro, wie nachmals von San-cho, seinem Sohne, diese Fürsten seyen auf ih-rem Bette ruhig gestorben. Das Gegenthcilwird von auch wichtigen Schriftstellern erzählt:Gewiß ist die Schlacht, und in derselben des CidHervorleuchtenoer Muth. Das Uebrige müssenwir näherer Prüfung Vorbehalten»
*) Des letzten Königs von Leon»