Der Cid.
III
Schicksale des Cid, Campeador, vor allen Dingenaus einer, vor nicht vielen Jahren in einem Klosterzu Leon gefundenen lateinischen Chronik, der erstenund achten *), und aus dem ältesten castilianischenGedicht, welches kaum hundert Jahre nach ihm ihnbesungen **), mit Wahrheit erzählen. Hierauf werdendie von Herder, mit eigenthümlicher Innigkeit und
*) 6 esta H c> äeri o i Canipsäocti; gefundenbey den S. Isidors Augustinern zu Leon; abge-druckt von dem Augustiner-Bruder ManuelRi fco im Anhang, als Beleg seiner zu Madrid>7g2 in Quart ( XIX. 3 ir>. und 66 S, ) heraus«gekommenen bistoria äsl Liä. Ist es die vonPagi gebrauchte, von Bischof Peter zu Leonverfaßte Geschichte? Der Urstoff dürfte Erzäh-lungen des Bischofs Hieronimus (Note i 5 b) zu-zuschreiben seyn; dieser wußte alles von Cid und-kimena selbst. Gewiß ist diese Chronik älter,als 12Z8; sie weiß nichts von Wiederervbcrungder Stadt Valencia in diesem Jahre.
**) L 1 poerna äe 1 t! iä.
Der X b t> s t Is sscridiä en ei nies äs lVlsic»Dn era äs niill d 0. 6. XQV. annss;nach unserer Zeitrechnung im Jahr 1207, demio8ten seit des Helden Tod, Qb escridiäsich auf die Abfassung oder nur eine Abschrift be-zieht, laßt sich nicht entscheiden. Die aus demLaiein sich kaum loswindende Sprache, die nochwankende Wörterbildung, der unmerrische Vers,wir möchten sagen des Alterthums ehrwürdigerRost (^vor-5), gewisse kleine Umständlichkeiten,A 3