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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
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Der Cid.

worden: hiedurch wurde die Wahrheit fast unkennt-lich, aber auch die Gerechtigkeit gegen unsere Naturverletzt, als wäre ohne übernatürliche Einwirkungunmöglich ein edler Mann zu seyn. Doch letztereswird der Schüchternheit gewöhnlicher Menschen, undjenes dem guten Willen zu vergeben seyn, von denGeschichten des Erhabenen sich zu nähren, dessenbloßer Name Aufruf zur Tugend ist. Wenn, nachdes Schicksals Laune, der in seiner Klasse Vollkom-menste, unvollständig bekannt, in einem gewissenHelldunkel erscheint, so wird er dem Volk Roman-Held , höheren Gemüthern Ideal.

Der Held voll Schönheit, Kraft und Bildung,wie der Jüngling, der Grieche, ihn wollte, erscheintim Achill. Rauher sind, hoher, härter, blutiger,keuscher, des kalten Mords gewaltige Söhne, caledo-nifche, scündinavifckc, nibclungische Krieger. WasEhre, Gott und Liebe im RittcrchuM erzeugen moch-ten, siehe an Don Rodiigo. Alle sind Männer desSchwertes gewesen. Muth ist jeder Tugend Quell,Muth ist jedes Standes Ehre; im allbcschirmcnden,ersten der Stände leuchtet er am glanzvollesten. Ge-mischt, gefärbt wird er, nach Zeiten und Sitten,so oder anders, bleibt aber, so lang als der Grund-satz der Ehre. Das ist die Ehre, Mann zu seyn.Dieses besteht in der Geistesgegenwart, Geschicklich-keit und Entschlossenheit, seine Pflicht ganz zu thun.Es giebt keine edlere historische Untersuchung, alswie große Menschen hiezu sich am vollkommenstenentwickelten. Darum wollen wir die Thaten und

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