Erste Sammlung.
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„soll ich bei ihrem großen Glücke einen Vorzugstitel„für sie aussinden: so würde ich ihn in einer gewis-sen Gleichung mittelmäßiger Eigenschaften suchen.„Nicht so sanft, als die Italienische; nicht so„majestätisch, als die Spanische; weniger zu-„sammengedrangt, als die Englische; an Nach-druck weit unter der Deutschen; an Reichthum,„an Ueberfluß fast unter jeder Sprache Europens;„hat sie doch bei ihrer Armuth, Mittel, Nachdruck,„Kürze, Majestät und Süßigkeit genug, um ein„sehr schätzbares Werkzeug der menschlichen Gedanken„zu seyn. Insonderheit legt die Klarheit^und Poli-tesse, die sic karakterisiren, ihr großen Werth bci.^So wie nun ein hübscher, artiger Mensch, deutlichund vernünftig in Gesprächen, im Umgänge mehrgelitten wird, als ein tiefsinniger, stiller Mann, sohat auch die Französische Sprache für der Deutschensich das Lob des Verstandes geben lassen, da die un-srige sich den Titel einer Sprache der Ver-n u n ft anmaaßen könnte.
„Stellt eine pbilosophifche Materie, die ungefähr„mit gleicher Genauigkeit in zwo Sprachen vorgetra-„gen worden, in der einen sich klarer, netter und„überzeugender jdar, als in der andern ?) " Za!und Excmpel bestätigen dies allerdings. jEine tiefephilosophische Materie kann sich in der alten reinenLateinischen Sprache nicht so klar, so nett, so jüber-zeugend ausdrücken, als in einer gewissen neuernLateinischen Sprache, die eben deswegen noch nichtbarbarisch ist, weil sie von den Worten ^der Altenabgeht. In den Schriften des philosophischen Baum-