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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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ig6 Fragmente zur deutschen Literatur.

sen dahin gebracht, daß man ihre Sprache, dieSprache der Bernunst nennet?)" Ich glaube,drei Ursachen dazu augebcn zu rönnen. Ibre Spra-che bat b>i ibrec Bildung, durch welche Ursachen esauch ftyn möge, eine gewisse Negelmäßigkeit sich ein-gedrückt, die unsere Sprache nicht bat. Da ihreConstruktionsordnung bestimmt ist: so kommt manminder in die Verlegenheit, sich schielend auszudrü-cken. Zweitens: man bat an sie so viel Politur an-gewandt , als nicht viel andere lebende Sprachen cr-baltcn haben: zu einer Zeit, da Deutschland noch

Barbarisch oder Lateinisch schrieb, feilte man schonlange an ihr, weil die'Franzosen immer lieber fürein Publikum und schönes Publikum schreiben, wennder Deutsche für Studiersruben und Katheder schrieb.So wie die alten Gallier zur höchsten Obrigkeit einWcibcrrathhaus hatten: so ward das schöne Geschlechtauch bald der Mittelpunkt ihres gelehrten Kreises:man sah die Bücher immer mehr für schriftliche Ge-spräche, für Unterredungen im schönen Ton an: undgab sich also die unterhaltende Miene eines Vernünft-lers. Statt daß ich drittens an alle die öffent-lichen Anstalten gedenken sollte, die der Sprache auf-geholfcn, will ich blos dazu setzen, daß die Franzö-sische Sprache auch nichts wäre, wcnn sie nicht diesLob erbeutet hatte: zur Musik elend; wässerig, ner-venlos, unharmonisch für die Poesie; Zu unbestimmtfür die hohe Weltweisheit, hat sie ihr Glück cbcndurch eine Mittelmäßigkeit gemacht, die weder inWeltweisheit, noch Dichtkunst eine hohe Stufe er-reicht. Premonkval *) urtheilt nicht unbillig:

*) UreinoutvLl preservsiik conire lg coruxtion?, 1.