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Fragmente zur deutschen Literatur.
„wissen Anzahl von Ideen, die in Verbindung ste-„hen, annchnien wolle. Hier ist das Hauptge^etz;„man lasse sie in der Ordnung folgen, die der Faß-lichkeit des Gedanken und dem jedesmaligen Zweck„des Redenden gemäß ist. Nun kann der Zweck des„Redenden in tausend Fallen nur einerlei seyn; also„wird eS eine gewisse allgemeine Construktionsord-„nung geben; hundertmal aber giebt es einen„bcsondcrn Zweck des Redners, und dann ist dieje-nige Sprache die beste, welche raumig genug ge-schürzt ist, um ihre Ordnung nach diesem Zweck„wenden zu können. Ein geringes Nachdenken über-zeugt uns, daß wir in unfern jetzigen Sprachen ei-ne Menge besonderer Zwecke gar nicht durch die„Wortfügung anzuzcigcn vermögend sind, sondern sie„nur aus dem Zusammenhangs »»lerer Gedanken„müssen erreichen lassen. Unvollkommenheit derSpra-„che!" Ueber diesen philosophischen Artikel kanndas Fragment ein Commcntar seyn, das unürn Nach-kheil nach Rer Griechischen und Lateinischen, aberVortheil vor der Französischen Sprache zeigt.
Man muß die Worte so ordnen, daß sie beialler möglichen Kürze keine doppelte Beziehung derAbhängigkeit leiden: Diese Zweideutigkeit ist am er-sten in Sprachen zu besorgen, die wenige Lasuo z.E. den Nominativ und Accusativ gleich haben;die nach dem vorigen zweiten Fall mit Zuschie-bung kleiner Wörter flektircn, und bei denen dieConsiruktionsordnung wenig bestimmt ist. Die er-ste Unvollkommenheit äußert sich bei der Französi-schen; die zweite bei dem schleppenden Perioden derDeutschen, und die dritte bei den elenden Lateins-