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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
Entstehung
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191
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Erste Sammlung.

Das erste Stück ist solcher Vollkommenheitenfähig, die mit dem Tode der Sprache, wenn sieaufhört, Landessprache zu scyn, verlöschen.)" Nichtblos mit dem Tode der Sprache, sonder» mit jedemLebensalrer gehen gewisse Vollkommenheiten verloren,die durch Vollkommenheiten eines andern Lebensaltersersetzt werden. So lange sich eine Sprache bildet,als Sprache der Nothwendigkeit, ist bei allenUngcmachlichkeiten der Armuth ihr Vortheil Starke:wenn die Sprache noch nicht Bücher- aber Liederspra-che ist: so hat sie Reichthum an Bildern, und denhöchsten Wohlklang: Wird sie Sprache des sittlichenVolks: so bekommt sie mehr Reichthum an politi-schen Ausdrücken, allein der hohe Wohlklang unddas Bildervolle mildert sich: Als Büchersprachewird sie reicher an Begriffen; allein der poetischeWohlklang wird Prose; das Bild wird Gleichnis:die mahlenden k l i n g e n d e n Beiwörter verlieren sich :Die philosophische Sprache ist sie bestimmt,aber arm; verliert Synonymen; und Bilder undWohlklang achtet sie nicht. Dichterisch ist eineSprache am vollkommensten, ehe sie; und philoso-phisch wäre sie am vollkommensten, wenn sie blosgeschrieben wird: am b r a u c h b a r st e n und b e-qu ernsten, wenn sie gesprochen und geschriebenwird. Indessen fodert und verdient die Frage; wasgeht mit dem Leben einer Sprache verloren? diewürdigste Auflösung.

Es ist doch unstreitig, daß außer den fünfSelbstlautern noch viele Zwischcnlaute hatten ange-bracht werden können; so wie die vorhergehende undnachfolgende Bewegung der Redewerkzeuge zu solchenLauten noch weit mannigfaltiger einzurichten wäre.)"Nach der Bewegung der Redewerkzeuge haben wir