Erste Sammlung. »85
„müssen, und stellt diese Begriffe so neben einander„vor, daß uns neue Verbindungen nöchig werden.„Von dem Wohlklange jetzr nicht zu reden, der bes-„ser gemessen werden kann, wenn immer das Ohr„unmittelbar vorher von einem Perioden sehr richtig„angcfüllet gewesen." Ich mag Abbten *) nichtweiter nachschrcibcn: er preiset den Uebersctzern dasGriechische, Lateinische und neuere Ausländer an,verspricht ihnen elastische Herrlichkeit, um sie zu derTugend zu reizen, guas se-rit arborss nt alter»secnlo ^rosiirt!
Stakt dessen, will ich, nach unser» vorausgesetz-ten Prämissen, einige Worte über die Ucdersctzungenins Allgemeine hinschwatzen: Alle alten Sprachen
haben, so wie die alten Nationen, und ihre Werkeüberhaupt, m-hr charakteristisches, als das, wasneuer ist. Von ihnen muß also unscre Sprachemehr lernen können, als von denen, mit welchen siemehr verwandt ist; oder der Unterschied zwischenbeiden liefert wenigstens den Sprachphilosophen eineMenge Stoff zu Betrachtungen. Wir haben überdie Griechische etwas versucht, und zugleich einigeSchranken angczeigt, an denen sich so manche Ue-bersetzer den Kopf gestoßen. Es wird sich in denfolgenden Theilen bei einzelnen Autoren der Griechenund Römer sagen lassen, was sich für unsere Spra?che von ihnen nützlich ablcrnen ließe; hier lasse ichmich darüber nicht ein, und fahre fort.
So sehr man Ursache hat, Uebersetzungen zurBildung der Sprache anzupreisen: so hat doch die
) Lit. Br. LH. »3. p. gS.