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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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181
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Erste Sammlung.

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liehe Wörter, Synonymen, Inversionen,Idiotismen seyn. Sein Plan, der philosophischseyn soll, ist also ein Hermaphrodit: die philosophi-sche Vollkommenheit erreicht er nicht, und der sinn-lichen Schönheit thut er zu viel; als Plan, waseine vollkommene Sprache seyn sollte, zu wenig;als Projekt, was irgend eine wirklich« Sprache seynkönnte, viel zu viel: und was die beste Spra-che wäre, vielleicht nicht getroffen.

Eben der Fehler trifft auch sein Wörter-buch:es soll den Unterschied der beinahe gleich-lautenden Wörter sorgfältig anzeigcn!" Schön!das ist die Sprache der Philosophie : lasset Sul-zern, der noch lebende Baumgarten, die Wör-ter: angenehm, schön, lieblich, reizend,gefällig, in seiner Aesthetik bestimmen; die Weltwird ihm vielen Dank wissen: lasset andere auf derBahn des Baumgartens fortgehen, und einen Kantin seinen Beobachtungen über das Schöne undErhabene, seine Unterschiede zwischen beinahegleichen Wörtern bemerken: sie arbeiten für dieDeutsche Philosophie und philosophische Sprache;aber nicht für die Sprachkunst überhaupt. Allekannst du nicht bestimmen, philologischer Weltweise!Die wirst du vermuthlich auswerfen wollen? Aberwirft sie auch die Sprache des Umganges aus?Nein! so weit reicht noch nicht dein Gebiet, undnoch minder ins Land der Dichter Der Dichtermuß rasend werden, wenn du ihm die Synonymeraubst; er lebt vom Ueberfluß. Es ist immerein Girard im Deutschen zu wünschen; recht sehrru wünschen > aber ein Gesetzgeber muß er nicht