mit der Styl vielseitig, schön und lebhafter werde;oder zur mehr philosophischen Sprache, damiter einseitig, richtig und deutlich werde; oder wenneS möglich ist, zu allen beiden.
Das Letzte kann in einem gewissen Grade ge-schehen; und muß nach unserer Zeit, Denkart undNothwendigkeit auch geschehen. Alsdenn werden wirzwar von beiden Seiten nicht die höchste Stufe er-reichen, weil beide Enden nicht einen Punkt aus-machen können; allein wir werden in der Micreschweben, und von den sinnlichen Sprachen durchÜebersetzungcn und Nachbilden borgen; andernlheilsdurch Reflexionen der Wcltwcisheit das Geborgtehaushälterisch anwcnden. Wir werden für neue Bür-ger Vortheile ausmachen; und nicht dcm Spartani-schen Eigensinne nachahmen, der allen fremden An-kömmlingen und Gebrauchen den Eintritt versagt;wir werden aber auch, so wie die Akademie dcllaErusca, und Johnson in seinem Wörterbuche, dieLandeskinder zahlen, ordnen und gebrauchen, so daßdie fremden Eolonien blos die Mangel des Staatsunterstützen dürfen. — Man bilde also unsere Spra-che durch Uebersetzung und Reflexion.
Man sehe die meisten Vorschläge zur Bildungder Sprache, und sie. fallen in ein Aeußerstes, stattdas Mittel zu halten. Einige entwerfen einen Planzur philosophischen Sprache; andere wollen sie alleinauf die dichterische Seite lenken. Daß, wenn beideetwas wirken, beide einander die Stange halten,macht das Glück unserer Sprachenverbesserung.