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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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Seite
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mit der Styl vielseitig, schön und lebhafter werde;oder zur mehr philosophischen Sprache, damiter einseitig, richtig und deutlich werde; oder wenneS möglich ist, zu allen beiden.

Das Letzte kann in einem gewissen Grade ge-schehen; und muß nach unserer Zeit, Denkart undNothwendigkeit auch geschehen. Alsdenn werden wirzwar von beiden Seiten nicht die höchste Stufe er-reichen, weil beide Enden nicht einen Punkt aus-machen können; allein wir werden in der Micreschweben, und von den sinnlichen Sprachen durchÜebersetzungcn und Nachbilden borgen; andernlheilsdurch Reflexionen der Wcltwcisheit das Geborgtehaushälterisch anwcnden. Wir werden für neue Bür-ger Vortheile ausmachen; und nicht dcm Spartani-schen Eigensinne nachahmen, der allen fremden An-kömmlingen und Gebrauchen den Eintritt versagt;wir werden aber auch, so wie die Akademie dcllaErusca, und Johnson in seinem Wörterbuche, dieLandeskinder zahlen, ordnen und gebrauchen, so daßdie fremden Eolonien blos die Mangel des Staatsunterstützen dürfen. Man bilde also unsere Spra-che durch Uebersetzung und Reflexion.

Man sehe die meisten Vorschläge zur Bildungder Sprache, und sie. fallen in ein Aeußerstes, stattdas Mittel zu halten. Einige entwerfen einen Planzur philosophischen Sprache; andere wollen sie alleinauf die dichterische Seite lenken. Daß, wenn beideetwas wirken, beide einander die Stange halten,macht das Glück unserer Sprachenverbesserung.