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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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175
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Erste Sammlung. i / 5

losophie wissen, ehe er sie weiß, philosophisch den-ken, ehe ers lernt, und eben bei dem Anfänge, woder Grundbegriff liegt, am schärfsten denken können.Nun ists doch nicht einerlei, einen Begriff lernen ,und ihn aus sich entwickeln ihn begreifen, unddenselben sich erklären können den Beweis wissen,und ihn aus sich wissen; und was hilft das Eine,ohne das Andere? Der Lehrling trat in das Landder Philosophie: steil hinan steht vor ihm eine Ho-he, wo von oben herab, synthetisch strenge, Begriffeund Worte herabgerollet werden Entweder erflcuchdie Hohe, oder du mußt von unten Zusehen, undnehmen, was dir zugezahlt wird! das Letzte istleicht und gewöhnlich. Man fangt auf, was oHa-tz e fahr herunter kommt, d. i. man lernet nackteSatze Eonclusionen ohne die Mittelncrve des Be-weises, und laßt sich Wörter vorzahlcn, wie manden Extemporaldichtern Endreime gicbt. Man hört.einen Philosophen durch, wie ein Register zum or-bis xictus abstrakter Begriffe: man wird ein hi-storischer Schüler derselben; ein Witzling aus, odergar ein Spötter über die Philosophie. Nun neh-me man den kleinen Rest derer, die jene steile Höhehinan klettern wollen: einige fallen mitten im Klet-tern zurück, das sind die unglücklichen Halbphiloso-phcn, die schädlichsten Geschöpfe, die sich unterstan-den, alles trübe zu machen, weil sie nichts recht undganz wußten. Andere kommen hinauf, und thun,was andere lhatcn: sie rollen ihre Begriffe undWorte so synthetisch herunter, wie ihre Vorgänger:damit gut!

Wolfs Methode war der natürliche Weg für ei-nen Geist, der sich schon an Leib n iz Schriften ge-